Keyboard Vergleich: Die besten Keyboards im Test

Das Keyboard ist ein Tasteninstrument, das elektronisch betrieben wird und Ähnlichkeiten mit einem akustischen Klavier hat. Keyboards können in unterschiedlichen Preisklassen erworben werden. Dabei werden günstige Keyboards in der Regel für Einsteiger empfohlen, während hochwertige Modelle eher für professionelle Musiker konzipiert wurden. Dabei besitzt ein Keyboard meistens sehr viele Funktionen und kann daher als optimale Alternative zu einem akustischen Klavier eingesetzt werden.

Ein Keyboard gilt im weitesten Sinn als Tasteninstrument, das sich durch eine elektronische Klangerzeugung auszeichnet. Vor allem bestehen die Vorteile von einem Keyboard in dessen universellen Vielseitigkeit. Es ist recht leicht zu transportieren und nimmt dazu wenig Platz in Anspruch. Weiterhin bietet das Keyboard eine sehr große Vielfalt an Funktionen an, wie zum Beispiel Lernfunktionen, Begleitmelodien, diverse Anschlüsse sowie zahlreiche Sounds.

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Grundsätzlich entspricht das Keyboard in seiner Funktion einem akustischen Klavier. Für Kinder und Nachwuchskeyboarder gibt es ganz spezielle Kinder-Keyboards, die einen erfolgreichen Einstieg ermöglichen. Hierbei sollte man die Instrumente einem separaten Test unterziehen.

Vorteile von Keyboards:

  • Sehr vielseitige Funktionen
  • Günstige Modelle für Einsteiger geeignet
  • Kaum Wartung notwendig
  • Leicht zu transportieren

Nachteile von Keyboards:

  • Spielgefühl und Klang unterscheiden sich von einem akustischen Tasteninstrument

Inhaltsverzeichnis

Akustische Piano

Bei einem akustischen Piano oder Tasteninstrumenten wird die Klangerzeugung mechanisch erzeugt. Das spiegelt sich wiederum mit einem authentischen Spielgefühl wieder. Durch deutlich größere Abmessungen sind der Ton und der Klang zudem volumenreicher als bei vielen anderen elektronischen Modellen. Das Keyboard selbst ist dem akustisches Piano in vielen Faktoren nachempfunden.

Vorteile:

  • Sehr authentisches Spielgefühl
  • Guter Klang
  • Hohe Langlebigkeit

Nachteile:

  • Sehr hoher Preis
  • Fortlaufende Wartung erforderlich
  • Elektronische Funktionen von einem Keyboard fehlen
  • Umständlicher Transport

Vor allem zeichnet sich das akustische Piano durch seine treue Langlebigkeit aus. Jedoch erfordert dieses eine regelmäßige Wartung, was vor allem das Stimmen betrifft. Für sehr viele passionierte Pianisten ist das akustische Piano gegenüber elektronischen Geräten auf Grund seiner natürlichen Klangqualität immer noch ein Optimum aller Tasteninstrumente.

Dies lässt sich auch in einem Test mit dem Instrument feststellen. Dennoch hat das Klavier auch seinen Preis. Mit etwa 3.000 Euro und mehr zahlt man für ein neues Modell. Ein Flügel hingegen kostet mindestens 10.000 Euro im Fachhandel.

Digitale Pianos

Mit einem elektronischen Piano, dass auch E-Piano, Synthesizer-Piano, digitales Piano, portables Piano oder einfach nur E Klavier genannt wird, streben viele Hersteller danach, das Gefühl des Klavierspielens in Bezug eines akustischen Modells nachzuahmen. Ein digitales Piano besitzt daher gewichtete Tasten und im Idealfall eine Hammermechanik.

Weiterhin besitzen sehr viele Modelle deutlich größere Abmessungen im Gegensatz zu einem Keyboard, was wiederum in einem voluminöseren Klang erfolgt. Auch in der Optik sind sich das digitale Piano sowie das Keyboard sehr ähnlich, allerdings nimmt das Keyboard weniger Platz in Anspruch und ist ebenso leichter transportierbar.

Vorteile:

  • Ähnliches Spielgefühls wie ein akustisches Modell
  • Gleiche Funktionen eines Keyboards
  • Preiswerter im Vergleich zu den akustischen Modellen
  • Wartung ist weniger aufwändig

Nachteile:

  • Weniger vielseitig im Test zu einem Keyboard
  • Geringere Langlebigkeit gegenüber eines akustischen Modells

Dabei ist die Tastenanzahl eines Klaviers mit 88 Tasten angepasst. Außerdem bietet das E-Klavier einige Funktionen, die ebenfalls bei einem Keyboard vorhanden sind, wie zum Beispiel ein Display, Lernsystem, verschiedene Anschlüsse und vieles weitere. In Summe kombiniert das elektronische Piano sehr viele Vorteile eines Keyboards und eines akustischen Tasteninstruments.

Auch wenn teurere Modelle durch Hammermechanik und gewichtete Tasten ein äußerst authentisches Spielgefühl vermitteln, muss letztendlich jeder Pianist oder Keyboarder ein eigenes Urteil für sich treffen. Ist einem das authentische Spielgefühl eines akustischen Pianos sehr wichtig ist, kann ein beispielsweise ein digitales Modell eine deutlich preiswerte Alternative sein.

Worauf sollte beim Kauf eines Keyboards geachtet werden?

Grundsätzlich gilt, dass sich Einsteiger zunächst in der Preisklasse bis 200 Euro umschauen sollten. Dabei trägt die begrenzte Anzahl an vielen Einstellungsmöglichkeiten bei den günstigeren Modellen dazu bei, dass ein Anfänger zu Beginn nicht gleich überfordert wird.

Zunächst soll dieses nur eine Orientierung werden und schließt daher nicht aus, dass auch ein Keyboard in der Preisklasse von 300 bis 400 Euro ebenso passend ist. Schließlich kommt es auf die persönlichen Vorlieben an, welche Funktionen am Ende für jeden wichtig sind. Einsteiger sollten bei der Auswahl eines Keyboards auf folgende Faktoren achten:

  • Sauberer und guter Klang
  • Stabile und solide Verarbeitung
  • Kleine Tasten bei einem Einstieg von Kindern
  • Integriertes Lernsystem bei selbständigem Lernen
  • Anschlüsse für weiteres Zubehör

Vor allem sollte man sich überlegen, welche persönlichen Funktionen wichtig sind. Dabei sollte man neben einem Test auch folgende Punkte beachten:

  • Möchte man mit einer Anschlagdynamik starten?
  • Möchte man einen Kopfhörer oder eine Pedale anschließen?
  • Soll die Musik aufgenommen werden?
  • Möchte man die integrierte Lernfunktionen nutzen?

Hat man sich zu den gewünschten Funktionen und Optionen entsprechende Gedanken gemacht, gilt es vor allem, die passenden Modelle von Keyboards genauer zu betrachten. Denn wie bei anderen Instrumenten, gibt es auch herbei viele qualitative Unterschiede.

Wie viel kostet ein Keyboard?

Keyboards gibt es grundsätzlich in vielen verschiedenen Preisklassen, die sich vor allem in Bezug auf die Qualität und den Funktionsumfang unterscheiden. Preiswerte Modelle sind vor allem für Einsteiger geeignet, während die hohen Preisklassen wiederum die Fortgeschrittenen und Profis ansprechen. So besitzen Modelle unter 100 Euro oftmals weniger und kleinere Tasten und richten sich daher vor allem an Kinder. Mit diesen Geräten erlaubt man den Kindern einen spielerischen Einstieg ins die Welt des Keyboards.

Dagegen gibt es ein Full-Size-Keyboard für Einsteiger bereits ab knapp 100 Euro, wobei Geräte mit einem höheren Preis auch mehr Funktionsumfang und Qualität bieten. Fortgeschrittene Keyboardspieler sollten sich in der Preiskategorie von 200 bis 500 Euro umschauen, um ein optimales Keyboard zu erhalten. Durch einen höheren Funktionsumfang sind diese Modelle für fortgeschrittene Spieler empfehlenswert. Jedoch sind die Übergänge von Anfänger- bis zu Keyboards für Fortgeschrittene sehr fließend. Somit können beispielsweise Keyboards für 300 Euro auch schon für Einsteiger sehr interessant sein.

Modelle, die über 500 Euro liegen, sind für den Einsatz in einem Studio oder auf der Bühne gedacht. Ein Keyboard, das mehrere tausend Euro kostet, entspricht nicht nur höchsten Qualitätsansprüchen, was die Funktion und das Spielgefühl angeht, sondern ist auch mit Modellen in einem niedrigen Preissegment kaum zu vergleichen.

Wo kann man gute Keyboards kaufen?

Keyboards kann man vor Ort in einem Musikgeschäft kaufen oder in Online-Shops beziehen. Ebenso bieten auch Discounter in regelmäßigen Abständen immer wieder preiswerte Einsteiger-Modelle an. In der Regel kann man sich in einem örtlichen Musikhaus nach einem passenden Keyboard umsehen, um verschiedene Instrumente einem Test zu unterziehen. Ebenso trifft es auf diejenigen zu, die auf eine persönliche Beratung vor Ort im Fachgeschäft Wert legen.

Onlineshops hingegen bieten in der Regel eine größere Auswahl an Instrumenten an und geben daher einen besseren Überblick über das vorhandene Sortiment. Somit lohnt es sich, vorab einen Vergleich verschiedener Instrumente zu machen, um das Keyboard im Anschluss im Internet zu bestellen. Somit kann man in vielen Fällen gute Rabatte bekommen und viel Geld sparen.

Welches Zubehör erhält man für Keyboards?

Gebräuchliches Zubehör für Keyboards sind notwendig, um das Spielen mit dem Keyboard zu komplettieren. Folgendes Zubehör ist für das Keyboardspielen entweder unabdinglich oder ein Nice-to-Have.

Kopfhörer für das Keyboard

Kopfhörer für das Keyboard können das Klangerlebnis, erheblich steigern. Das ist in der Regel dann der Fall, wenn die Qualität des Klangs durch die integrierten Lautsprecher eingeschränkt ist. Weiterhin besteht der Vorteil von Kopfhörern darin, dass man sein spielerisches Können für sich und leise verbessern kann. Nachbarn und Mitbewohner werden sich durch das zukünftige Spielen nicht mehr gestört fühlen.

Pedale für das Keyboard

Eine oder mehrere Pedale tragen zu einem wirksamen Spielgefühl bei und dienen daher, den Klang von den Tönen in ganz gewisser Weise zu verändern. So kann es möglich sein, das Töne unter Umständen leiser klingen oder den Nachton zu verlängern.

Verbindungskabel zu externen Geräten

Wenn man seine Musik aufnehmen oder mit einer zusätzlichen Klangfarbe verwenden möchte, ist die Verbindung des Keyboards zu einem Computer empfehlenswert. Das setzt allerdings einen MIDI-Anschluss, der sich an dem Keyboard befindet, sowie ein entsprechendes Kabel voraus.

Bänke und Hocker

Ein Keyboardhocker hat gegenüber anderen Sitzmöbeln den besonderen Vorteil, dass man die Höhe individuell einstellen kann und somit eine gute und ergonomische Sitzhaltung beim Keyboard-Spielen einhält.

Keyboard Ständer

Ein Ständer für das Keyboard ist in der Regel für eine angenehme Bedienbarkeit des Keyboards notwendig. Man sollte vor allem darauf achten, ob dem erworbenen Instrument auch ein solcher Ständer zur Verfügung steht oder mitgeliefert wurde.

Abdeckungen und Koffer

Eine Abdeckung schützen das Keyboard vor Schmutz und Staub und sind insbesondere bei einer längeren Nichtbenutzung des Geräts stets empfehlenswert. Keyboard-Koffer ermöglichen dem Spieler einen sicheren Transport des Keyboards.

Welche Keyboard-Arten gibt es?

Grundsätzlich kann man sagen, dass sich mit einem höheren Preis auch die Funktion des Gerätes erhöht. So werden verschiedene Zielgruppen vom Einsteiger bis zum professionellen Musiker angesprochen. Von daher ist es sehr sinnvoll, sich nach spielerischen Fähigkeiten in der jeweiligen entsprechenden Preiskategorie umzusehen. Außerdem sollte man sich überlegen, welche Funktionen einem bei dem Keyboard persönlich und individuell wichtig sind. Das wird dabei helfen, das richtige Gerät in einer passenden Preisklasse zu finden. Abgesehen von den Preisen werden die Keyboards nach verschiedenen Arten unterschieden:

  • Keyboard für Einsteiger
  • Keyboard für Fortgeschrittene
  • Keyboard für Profis

Keyboards für Einsteiger – Vorteile und Nachteile?

Keyboards mit einem niedrigen Preissegment bis etwa 200 Euro richten sich normalerweise an diejenigen Spieler, die gerade mit dem Keyboardspielen anfangen und zunächst nicht so viel Geld investieren möchten. Bei der Vielzahl an Optionen von teureren Modellen sind viele Einsteiger zunächst komplett überfordert. Dennoch sollte man sich als Anfänger nicht ohne eine vorherige Überlegung ein Keyboard aus der unteren Preisklasse kaufen, da sich auch innerhalb dieses Preissegments viele Unterschiede in der Qualität zeigen. Weiterhin gibt es viele Schlüsselmerkmale, auf die man bei einem Anfänger-Keyboard unbedingt achten sollte:

  • Sauberer Klang
  • Gute Verarbeitung
  • Bei dem Einstieg von Kindern: Minikeyboards mit einer geringen Oktavenbreite
  • Bei dem selbständigen Erlernen: Lernfunktionen integriert
  • Anschlüsse für diverses Zubehör

Ein guter und sauberer Klang ist vor allem auch bei einem Einsteiger-Keyboard ein äußerst entscheidendes Qualitätsmerkmal. Denn wenn die Töne bereits von Beginn an möglicherweise kratzig schallen, verliert man womöglich sehr schnell die Lust am Spielen. Ein sauberer Klang könnte dagegen das Erlernen eines Instruments umso besser begeistern. Die Verarbeitung eines Keyboards geht daher meistens mit dessen Klang über. Das betrifft vor allem die Verarbeitung von den Keyboard-Tasten.

Auch dieses kann ausschlaggebend für ein sicheres und angenehmes Spielgefühl sein. Bei sogenannten Mini-Keyboards sind in der Regel weniger und kleinere Tasten vorhanden. Durch eine geringe Oktavenbreite sind wiederum die Tasten dadurch leichter erreichbar. Daher sind die Mini-Keyboards gut für Kinder entsprechend geeignet. Allerdings können sie aufgrund ihres günstigen Preises nicht mit der Qualität von teuren Einsteiger-Modellen mithalten. Je nach Fortschritt sollte später ein Umstieg auf ein Keyboard mit einer Standard-Oktavenbreite vollzogen werden.

Vorteile:

  • Bezahlbarer Preis
  • Geringere Oktavenbreite erleichtert den Einstieg

Nachteile:

  • Einfache Qualität
  • Funktionen, die einem persönlich sehr wichtig sind, könnten fehlen

Ein wichtiger Vorteil eines Keyboards im Vergleich zu einem herkömmlichen Klavier ist die integrierte Lernfunktionen, mir der ein selbständiges Lernen des Keyboards erleichtert wird. Das ist für Einsteiger von sehr großem Nutzen. Zum Beispiel können auch beleuchtete Tasten helfen, bestimmte Melodien zu erlernen.

Beim Einstieg in das Keyboardspielen solltest du dich außerdem darüber informieren, welches Zubehör du an dein Keyboard anschließen möchtest. Gerade diese Überlegungen sollten bei einem Kauf unbedingt berücksichtigt werden. Hinzu kommen ein Kopfhöreranschluss sowie ein Anschluss für Pedale, die gerade für Einsteiger sehr sinnvoll sein können. Die Option, das Keyboard mit einem PC zu verbinden, ist für viele Einsteiger sehr häufig weniger interessant.

Keyboards für Fortgeschrittene – Vorteile und Nachteile?

Für fortgeschrittene Keyboard-Spieler lohnt sich ein Vergleich von Keyboards im mittleren Preissegment, das bei etwa 200 bis 500 Euro liegt. Denn mit dem Preis der Modelle vergrößert sich in der Regel auch der Umfang der Funktionen. Gerade Einsteiger, die einen anspruchsvolleren Einstieg suchen, sollten sich in diesem Preis-Segment umschauen. Zum Beispiel berücksichtigt die Anschlagdynamik die notwendige Stärke, mit der Keyboard-Tasten auch angeschlagen werden. Weiterhin findest du in den hohen Preisklassen bereits Modelle, die gewichtete Tasten haben. Das ähnelt in der Regel das Spielgefühl eines echten Klaviers und gestattet dem Musiker eine ausdrucksvollere Spielweise.

Vorteile:

  • Viele Möglichkeiten und höhere Qualität zu angenehmen Preisen

Nachteile:

  • Erreichen oftmals nicht die Qualität von professionellen Geräten
  • Sehr hohe Investition für Einsteiger
  • Anfänger unter Umständen durch hohen Funktionsumfang überfordert

Weiterhin könnte ein wichtiges Kriterium sein, wie viele Töne ein Keyboard zur gleichen Zeit abspielen kann. Eventuell möchte man sein Keyboard auch mit einem PC verbinden, was unter anderem eine Aufnahme der Musik ermöglicht.

Keyboards für Profis – Vorteile und Nachteile?

Das teuerste Preissegment (ab 500 Euro aufwärts) spricht vor allem professionelle Musiker an, die ein Keyboard im Studio oder auf der Bühne im Einsatz haben.

Vorteile:

  • Sehr hohe Ansprüche an Funktion und Qualität werden erfüllt

Nachteile:

  • Sehr hohe Preise

Keyboards in dieser Preiskategorie lassen in den Punkten Spielgefühl, Qualität und Funktionsumfang kaum noch Wünschen offen.

Kaufkriterien für ein Keyboard

Folgende Kriterien sind für einen Vergleich vor dem Kauf eines Keyboards zu beachten:

Bedienung

Eine leichte Bedienbarkeit ist für einen schnellen und leichten Einstieg sehr wichtig. Vor allem als Einsteiger solltest du die Bedienbarkeit bei deiner Kaufentscheidung unbedingt beachten. Da das Keyboard ein Instrument mit sehr vielen Funktionen ist, muss die Bedienbarkeit nicht selbstverständlich sein. In dem einen oder anderen Test wird daher immer wieder auf eine gute Bedienung des Keyboards eingegangen.

Dabei ist es wichtig, unter anderem auch die Übersicht der Bedienelemente zu prüfen. Zum Beispiel können Drehregler oder übersichtliche Displays auch zu einem besseren Bedienkomfort beitragen.

Transporteigenschaften

Das Transportieren eines Keyboards wird grundsätzlich durch das Gewicht und die Größe eines Geräts bestimmt. Keyboards mit mehr Tasten und einer gehobenen Ausstattung sind meistens größer und schwerer. Ein Standard-Keyboard aus der mittleren Preisklasse ist in der Regel unkompliziert zu transportieren. Instrumente der höheren Preisklassen sowie vor allem digitale Pianos sind schwerer und größer.

Gerade für die Musiker, die ihr Keyboard auch mal in den Urlaub oder zu Events mitnehmen möchten, ist dieses Kriterium sehr wichtig. Dagegen sind kleine Mini-Keyboards am einfachsten von A nach B zu transportieren. Jedoch stellen diese Art von Geräten keine sehr vollwertigen Keyboards dar, sondern sind auf Grund ihrer geringen Größe und Funktionsumfang für Kinder vorgesehen.

Klaviatur

Die Tastatur oder auch Klaviatur genannt, bestimmt im Wesentlichen über das Spielgefühl. Durch eine bestimmte Anschlagdynamik sowie gewichteten Tasten und einer gewissen Hammermechanik wird das Spielgefühl dem akustischen Instrument angenähert. Die Anschlagdynamik berücksichtigt vor allem die Stärke, mit der wiederum eine Taste angeschlagen wird. Dieses äußert sich vor allem in der variablen Lautstärke von einem Ton und ermöglicht zudem eine ausdrucksvollere Spielweise. Eine Gewichtung der Klaviatur bestimmt ebenso, wie druckvoll man die Tasten drücken muss. Gerade bei einem Keyboard mit einer gehobenen Ausstattung kannst du die Gewichtung variabel einstellen.

Eine entsprechende Hammermechanik simuliert wiederum die mechanische Tonerzeugung. Sie ist sehr häufig bei digitalen Pianos verbaut. Sehr günstige Modelle besitzen meistens nur Standardtasten ohne einer Anschlagdynamik oder auch Gewichtung. Das erleichtert den Einsteiger in das Keyboardspielen. Für Fortgeschrittene jedoch ist eine entsprechende Anschlagdynamik auf jeden Fall empfehlenswert. Wenn einem ein authentisches Spielgefühl sehr wichtig ist, solltest man auf jeden Fall den Kauf eines Keyboards mit gewichteten Tasten und einer Hammermechanik in Erwägung ziehen. Allerdings muss man hierbei mit einem höheren Preis rechnen.

Klang

Wichtig ist auch, dass der Klang eines Keyboards gut klingt. Gerade die Klangqualität variiert sehr oft zwischen den unterschiedlichen Preissegmenten. Denn sollte ein Keyboard nicht gut klingen, kann man auch rasch viel Freude an dem Keyboard verlieren. Daher solltest man vor allem als Einsteiger bei vor Kaufentscheidung einen Test des Klang vornehmen. Alternativ helfen hierbei voran auch Informationen aus dem Internet, wie zum Beispiel Testsieger, Kundenrezensionen und Bewertungen.

In sehr niedrigen Preisklassen darf man wiederum keine besonderen Wunder erwarten. Dennoch kann sich ein Vergleich der verschiedenen Modelle oftmals sehr lohnen. In hohen Preisklassen existiert wiederum ein entsprechender Mindeststandard was die Klangqualität betrifft. Dennoch erhöht sich mit dem Preis des Keyboards auch dessen Klangqualität, sodass es hierbei noch weitere Unterschiede gibt. Mit Kopfhörern sowie externen Lautsprechern kann man die Klangqualität des Keyboards entsprechend verbessern.

Polyphonie

Die Polyphonie gibt dem Musiker an, wie viele Töne das Keyboard zur gleichen Zeit wiedergeben kann. Dieses Maß ist jedoch sehr variabel und kann je nach Modell von wenig bis sehr viel Stimmen variieren. Dabei ist das Limit ist hierbei oft viel schneller erreicht als man erwartet. Denn wenn die Klangerzeugung über die Stereo-Samples problemlos funktioniert, nehmen alle gespielten Noten bereits zwei ganze Töne in Anspruch.

Bei der Verwendung eines sogenannten Sustain-Pedals klingen alle einzelnen Töne viel länger nach, was wiederum bedeutet, dass noch mehr Töne gleichzeitig klingen. Wenn man jedoch noch weitere Soundeffekte verwenden möchte, kommen jedoch sehr viele Keyboards an ihre technischen Grenzen. Für Anfänger reicht in der Regel die Stimmenzahl von den Geräten der günstigen Preisklasse meistens aus.

Allgemeiner Funktionsumfang

Viele teurere Keyboards bieten unterschiedliche Optionen, wie zum Beispiel eine hohe Zahl an Sounds, Rhythmen, diverse DJ-Funktionen und vieles weitere. Diese sind in erster Linie für fortgeschrittene Spieler von hohem Interesse. Welche Optionen und Möglichkeiten genutzt werden können, folgt in den kommenden Artikeln.

Lernfunktionen

Gerade Lernsysteme können für Einsteiger sehr wichtig sein. Sie sind von sehr Bedeutung, wenn man das Keyboardspielen zunächst selbstständig erlernen möchte. Dabei sind die Lernsysteme sehr häufig in mehrere Stufen aufgebaut und helfen zugleich, neue Songs relativ einfach zu erlernen.

Zum Beispiel gibt es Lernfunktionen, die dabei nicht berücksichtigen, was für Töne gespielt werden, sondern lediglich in welchem Rhythmus man die Tasten drückt. Das kann dem Einsteiger dabei helfen, ein gewisses Gefühl für den Takt des Liedes zu bekommen. Ebenso besitzen einige Modelle sogar Leuchttasten, die einem anzeigen, welche Tasten und damit Töne gespielt werden sollen. Hierbei wartete das Keyboard so lange, bis man die richtige Taste drückt.

Begleitautomatik

Eine Begleitautomatik fördert eine dynamische Begleitung mit Klängen, wie zum Beispiel ein Schlagzeug oder ein Bass, die jedoch vom Musiker nicht selbst gespielt werden. Die Funktion ist besonders für professionelle Musiker und Alleinunterhalter sehr interessant. Ein Keyboard mit einer entsprechenden Automatik liest aus vorhandenem Begleitakkord die entsprechende Harmonie des Liedes und spielt diesen Akkord in einem immer wiederkehrenden Muster. Gerade für Einsteiger ist diese Art der Funktion eher uninteressant, obwohl auch diese auch Anfänger-Modelle sehr häufig eingesetzt wird. Teure Modelle zeichnen sich durch eine große Variabilität aus, indem diese Modelle zum Beispiel die „Notendichte“ der rechten Hand mitberücksichtigen sowie auch die Begleitung zufällig variiert wird.

Anschlüsse

Wie bereits schon erwähnt, sollte man sich vor dem Kauf entsprechende Gedanken machen, welches Zubehör man an dem Keyboard in Zukunft anschließen möchte. Daher sollte man vor deiner Kaufentscheidung unbedingt darauf achten, welche gewünschten Anschlüsse das Keyboard besitzen soll. Viele Modelle bieten die Möglichkeit an, entsprechende Kopfhörer oder passende Lautsprecher anzuschließen.

Für diesen Fall gibt es zwei verschiedene Größen des Anschlusses in den Maßen 3,5 mm und 6,3 mm. Eventuell ist für diesen Fall ein Adapter notwendig, der wiederum separat im Handel erworben werden kann. Denn Kopfhörer können nicht nur einen akustischen Klang verbessern, sondern vermitteln auch eventuelle Fehler bei Spielen.

Sollte man ein Pedal an das Keyboard anschließen, sollte man beim Kauf unbedingt darauf achten, dass das Keyboard auch einen möglichen Anschluss besitzt. Bei vielen Geräten der niedrigen Preisklasse ist das jedoch nicht selbstverständlich. Weiterhinkann man das Keyboard mit dem PC verbinden. Das kann auch dazu dienen, die eigenen Stücke aufzunehmen oder alternativ die Soundbibliothek zu vergrößern.

Das Keyboard kann ebenso über einen entsprechenden MIDI-Anschluss verfügen, über den das Instrument mit einem „MIDI-to-USB“-Kabel mit einem PC verbunden wird. Daher verfügen viele Keyboard-Modelle über einen sogenannten USB-Anschluss. Mit einem passenden Kabel lassen sich die entsprechenden „MIDI-Kommandos“ problemlos übertragen, die auf dem PC mithilfe eines speziellen Sequenzer-Programms in verschiedene Klänge umgewandelt werden.

Ein USB-Anschluss ermöglicht das Anschließen von externen Speichermedien zum Speichern von Daten, wie zum Beispiel MIDI-Files. Auch können dadurch weitere Controller angeschlossen werden, die kompletten Funktionsumfang des Keyboards weiter erhöhen.

Wie funktionieren Keyboards?

Die Tonerzeugung bei einem Keyboard erfolgt gegenüber einem akustischen Tasteninstrument elektronisch. Diese Sounds sind dabei entweder von einem akustischen Instrument, wie beispielsweise einem Klavier, gesampelt oder werden mit Hilfe einer speziellen elektronischen Schaltung erzeugt.

Wie findet man den Start ins Keyboardspielen?

In der heutigen Zeit gibt es dank der neuen Technik viele zahlreiche Möglichkeiten, die das Erlernen eines Tasteninstruments erheblich erleichtern. Neben dem bekannten Klavierunterricht existiert eine hohe Anzahl von medialen Möglichkeiten in Form von Apps, Videos der integrierten Lernfunktionen.

Außerdem bieten Einsteiger-Keyboards sehr häufig eine integrierte Lernfunktionen mit mehrstufigen Programmen an, mit denen man lernt, entsprechende Noten zu lesen und diese dann mit einem richtigen Timing zu spielen. Ebenso können Videos aus dem Internet sehr leicht dabei helfen, einfache Lieder schrittweise selbst zu erlernen.

Ab welchem Alter kann man ins Keyboardspielen einsteigen?

Sehr häufig wird das Mindestalter von 6 Jahren für den Einstieg in das Keyboardspielen empfohlen. Allerdings solltest du auf die Interessen und Wünsche des Kindes achten. Auf jeden Fall sollte das Kind nicht zum Spielen eines Keyboards gezwungen werden. Für einen guten Einstieg eignen sich in erster Linie Kinderkeyboards.

Diese zeichnen sich vor allem durch kleinere Tasten sowie eine kindgerechte Optik aus. Aber auch im Erwachsenenalter kann man das Keyboardspielen noch erlernen. Allerdings sollte man hierbei kein Kinder-Keyboard nutzen, sondern ein günstiges Erwachsenen-Keyboard.

Wie verbindet man das Keyboard mit einem PC?

Mit der Verbindung an einen Computer wird es unter anderem möglich, bestehende oder neue Sounds auf das Keyboard zu importieren oder die eigene Musik in sehr guter Qualität aufzunehmen. Die Voraussetzung für die Verbindung mit dem PC sind entsprechende Anschlüsse am Keyboard.

In der Regel benötigt das Keyboard einen USB-Anschluss oder einen MIDI-Anschluss. Das Keyboard kann man dann über ein USB-Kabel mit dem PC verbinden. Dabei sollte eine entsprechende Software, die die Aufnahme oder auch den Import der Dateien ermöglicht, hinzugefügt werden. Diese Art von Software ist auf vielen Online-Plattformen gratis erhältlich.

Was versteht man unter einer Anschlagdynamik?

Eine Anschlagdynamik berücksichtigt in der Regel die Stärke, mit der eine Taste auf dem Keyboard angeschlagen wird. Das zeigt sich vor allem in der unterschiedlichen Lautstärke eines Tons. Dabei ermöglicht die Anschlagdynamik eine ausdrucksvolle Spielweise, was den Anfänger jedoch überfordern kann.

Eine Anschlagdynamik ist für das Spielgefühl verantwortlich, wie du es auch auf einem akustischen Piano hast. Weitere Funktionen, die zu einem sehr authentischen Spielgefühl beitragen, sind eine Hammermechanik sowie gewichtete Tasten bei der Tonerzeugung. Diese bestimmten Merkmale lassen sich wiederum bei E-Pianos wiederfinden.

Modelle und Gerätetypen

Heutzutage verfügen Keyboards über eine verfügbare Modellvielfalt, die alle Klassen dieses Instruments beinhalten. Dabei kann man fünf Modellvarianten auflisten, die am häufigsten genutzt und gespielt werden.

Kinderkeyboard

Bei Kinder-Modellen spielt vor allem die Farbe eine wichtige Rolle. Das Keyboard besitzt maximal 49 Tasten. Dabei kann eine Klangsimulationen anstatt von anderen Instrumenten auch Tiergeräusche darstellen. Zum Teil sind die Keyboard-Tasten auch mit einer Leuchttechnik ausgestattet. Dabei wird zu jedem Ton ein optisches Signal abgegeben, um so einen spielerischen Wiederholungsreiz für Kinder zu fördern.

Einsteigerkeyboard

Die Tastatur für Anfänger Modelle haben in der Regel 49 bis 76 Tasten, die wiederum modellabhängig mit einer Anschlagsdynamik ausgestattet sind. Das Zubehör integriert hierbei mindestens Lautsprecher sowie ein Ausgang für Kopfhörer. Dabei können Blas-, Streich- oder Tasteninstrumente simuliert werden.

Mit etwas mehr Erfahrung und gewissen Ansprüchen während der Lernphase, sollte man auch auf Eingänge für eine Sustain- oder Volumenpedale achten. Ebenso sollte auch ein MIDI-Anschluss sollte vorhanden sein. Jedoch hat dieser Anschluss nur eine einzige Weiterleitungsfunktion für die MIDI Steuerbefehle und enthält auch keine Audio-Signale.

Keyboard für Aufsteiger und Fortgeschrittene

Lernwillige Hobbymusiker sind ab einem bestimmten Zeitpunkt mit den vorhandenen Einstiegsmöglichkeiten unzufrieden. Jedoch hat man die Möglichkeit, die Fähigkeiten mit einem Keyboard für Fortgeschrittene bis zum Prof–Keyboard zu erweitern. Solche preisintensiven Varianten ermöglichen bereite sowie digitale Schnittstellen für USB-Sticks und SD-Karten.

Erste selbstgemachte Kompositionen lassen sich mit dieser Funktion bearbeiten und archivieren. Ebenso können Klangfarben hinzugefügt werden, neue Styles mit eingelesen oder sogar vorhandene MIDI-Files zusätzlich erweitert werden. Auf den LC- und TFT-Displays können Texte und Noten angezeigt werden. Der Sendeausgang für die Tonsignale kann auch als Ausgang für eingesetzte Kopfhörer benutzt werden. Ebenso stehen Klinkenbuchsen sowie Cinch-Ausgänge zur Nutzung, die wiederum an ein externes Soundsystem angeschlossen werden können.

Professionelles Keyboard

Mit einem Profi-Keyboard kann komponiert, gespielt, gemischt sowie auch übereinander gelegt werden. Diese Art von Keyboards enthalten zum Speichern entsprechende Festplatten zum Speichern von bestimmten Klängen, Begleitrhythmen, MIDI-Dateien sowie auch Eigenkompositionen. Diese Profi-Keyboardtechniken unterstützen unter anderem auch MP3-Formate und farbige Displays, zeigen Noten und Texte, die mit einem Touchscreen bedient werden können. Zu einer grundsätzlichen Ausstattung gehören:

  • Ein Kopfhörer Anschluss
  • Schnittstelle für ein oder mehrere MIDI-Signale
  • Verschiedene Ausgänge für externe Anschlüsse mit einem Mischpult-Anschluss
  • Eingang für ein Mikrofon mit direkter Bearbeitungsmöglichkeit

Mit diesem Full-Size-Ausstattungsset unterhalten Musiker ganze Hallen und Säle ohne zusätzliches Personal.

Roll-Up Electronic Keyboard

Der neuste Trend sind sogenannte Roll-Up Keyboards. Sie sind fast so umfassend wie ein herkömmliches Einsteiger Modell und werden durch ein bloßes Aufrollen von einer Tastaturmatte in eine Betriebsbereitschaft gesetzt. Bezüglich der Funktionalität sind diese Matten ursprünglich als Kinderspielzeug entwickelt worden. Diese Modelle nahezu so soundstark wie die stabil verarbeiteten Varianten. Sie haben ebenfalls 61 oder 88 Tasten, Demosongs und Begleitrhythmen sowie PC-Anschlüsse und Displays.

Manche dieser Modelle müssen jedoch an ein Stromnetz angeschlossen werden. Andere wiederum haben Akkus oder werden durch eine Batterie betrieben. Die Roll Up Modelle sind sowohl für Einsteiger als auch für Profis eine gute Alternative zum Üben für unterwegs. Ebenso braucht das Keyboard in einem zusammengerollten Zustand nur sehr wenig Platz, was gerade auf Flugreisen sowie bei einem Transport im Auto sehr praktisch ist.

Keyboards zum Umhängen

Diese Art von Keyboard ist eine Mischung aus Gitarre und Keyboard. Aktuell gibt es nur noch wenige Neuentwicklungen. Die Idee bei dem mobilen Modell war es, platzsparend zu spielen. Zum Beispiel bei einer Bühnenshow, bei der eine Bewegung des Keyboarders durch ein fest aufgebautes Keyboard zu sehr eingeschränkt wäre.

E-Piano

Das E-Piano, das auch Digital Piano genannt wird, ist vom Aufbau her dem Keyboard sehr ähnlich aufgebaut. Jedoch hat es lediglich Klangausgaben, die den Klang eines Flügels oder Klaviers nachahmen. Ebenso ist das E-Piano wie auch sein analoger Vorgänger sehr fest in einem Klavierkasten integriert. So braucht es also deutlich mehr Platz für zum Aufstellen. Das E-Piano wird aufgrund seiner elektronischen Beschaffenheit in der Kategorie der Keyboards geführt, kann aber nicht vollständig mit diesem verglichen werden.

Kaufkriterien für Keyboards – Worauf muss geachtet werden?

Der Markt für Keyboards wird immer größer und ist gerade für Anfänger immer unübersichtlicher. Daher fällt es mittlerweile immer schwerer, das beste Keyboard für sich persönlich zu finden. Gerade für Einsteiger sowie Unerfahrene wirkt die große Auswahl überfordernd. Daher sollte man zum Anfang verschiedene Keyboards einem Test unterziehen. Wichtig dabei ist, dass bei den vielen technischen Möglichkeiten nicht nur der Klang darüber entscheidet, ob ein Gerät das notwendige Potenzial aufgrund von Kundenbewertungen hat.

Die Tastatur

Die Tastatur eines Keyboards ähnelt auf dem ersten Blick sehr stark an ein klassisches Klavier. Beim Spielen wirst du jedoch schnell einen ganz anderen Anschlag sowie ein abweichendes Spielgefühl feststellen können. Denn die Tasten eines Keyboards betätigen hierbei keine Mechanik sondern lediglich einen elektronischen Kontakt. Die Tasten lassen sich daher auch mit einem deutlich geringeren Kraftaufwand spielen.

Dir werden bei einem Kauf viele Ausführungen mit einer sehr unterschiedlichen hohen Tastenanzahl begegnen. Dabei liegt die Höchstzahl bei 88, jedoch sind 76, 61 oder 49 Tasten in der Regel gängiger. Weiterhin findet man auch sehr häufig unterschiedlich große Tastaturgrößen. Diese benötigen jedoch nur Musik- und Bühnenprofis. Gerade als Einsteiger reichen dir normal große Tasten, die sich durch eine gute Griffigkeit sowie Stabilität auszeichnen. Das heißt wiederum, dass sie sich bei einem großen Druck nicht verbiegen sowie nach rechts oder links ausweichen dürfen.

Wenn du ein Keyboard kaufst, das nur 32 oder entsprechend weniger Tasten besitzt, kann es ebenfalls vorkommen, dass du nicht alle Lieder spielen kannst. Vor allem Stücke, die für das vorwiegend für Klavier geschrieben wurden, können teilweise alle 88 Tasten benötigen.

Die Bedienelemente

Die Bedienelemente sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Du findest sie als Drehknöpfe oder sogenannte Schieberegler. Auch ein Display kann als ein wichtiges Bedienelement gesehen werden, denn auf diesem Element lassen sich die ganzen vorgenommenen Einstellungen nachvollziehen. Legst du als Anfänger besonders großen Wert auf eine Übersicht, dann können viele Funktionen vor allen am Anfang leicht zu einer großen Überforderung führen. Als Musik-Profi gilt dabei natürlich, bei Auftritten einen großer Bildschirm zu nutzen. Denn der Klang ist das mehr als entscheidende Qualitätskriterium und eben nicht die Zusatzfunktionen.

Die Anschlüsse

Ebenso verfügt auch das Keyboard über zahlreiche Anschlüsse. Du findest diese Möglichkeiten auf der Rückseite des Keyboards in Form von Steckbuchsen. Ebenso kann man das Gerät auch über den Audio-Anschluss mit einer Hifi-Anlage verbinden. Empfehlenswert sind vor allem Anschlüsse in Form einer USB-Buchse sowie auch MIDI-Anschlüsse. Über diese beiden Anschlüsse kannst du das Keyboard mit einem Computer verbinden. Somit fallen das Abspeichern von Steuerbefehlen sowie das Archivieren von eingespielten Stücken sehr leicht. Viele Keyboards besitzen heutzutage auch ein Laufwerk für CD´s, Disketten oder Speicherkarten. Auch diese können einem „Recording“ bestimmter Inhalte dienen. Was auch immer bezogen auf die Anschlüsse mit enthalten sein sollte, sind Anschlüsse für Keyboard-Pedalen.

Sounds und Rhythmen

Bei diesem Thema wirst du auf eine große Auswahl treffen, denn es gibt hiervon unzählige Variationen. So kannst du Dein Spiel verfeinern und damit einzigartig machen. Musik-Profis profitieren von einem sehr großen Umfang. Anfängern wiederum reicht zu Beginn auch ein geringeres Angebot.

Lautsprecher

Viele Lautsprecher beschallen eine Wohnung in Zimmerlautstärke. Eine gute Klangqualität gibt es hierbei schon bei preisgünstigen Modellen für Einsteiger. Viele Fortgeschrittene sind jedoch anspruchsvoller und bevorzugen vor allem Lautsprecher mit einem sehr ausgewogenen Klang sowie einem ordentlichen Bass-Sounds. Wenn du nicht gerade Besitzer von einem freistehenden Eigenheim bist, dann ist eine Kopfhörerbuchse für dich dein Freund und Helfer. Denn mit einem Kopfhörer störst du niemanden in deiner Umgebung.

Hersteller und Marken

Vor einem Kauf, solltest du dich auch mit den wichtigsten Herstellern und Marken beschäftigen. Diese sind unter andrem: Eagletone, ION, LogiLink, Roland, Bontempi, Fam, Ketron, Magic Sing, Schubert, Casio, Funkey, Keywood, MrCryp, Streetlife Music, Delson, Ibiza, Korg, Medeli und Yamaha. Auf Amazon werden ebenfalls viele Keyboards angeboten. Folgende Keyboards werden über Amazon als gute Instrumente mit einer entsprechenden Kaufempfehlung angeboten:

Kann man das Keyboardspielen in jedem Alter erlernen?

Ob Klein oder Groß – jeder kann eigentlich in jedem Alter das Spielen mit einem Keyboard erlernen. Soll das Spielen jedoch mit einem Lehrer oder einer professionelle Ausbildung erlernt werden, solltest du auf einige Dinge dringend achten. Wie bereits schon erwähnt, wird als Einstieg bei Kindern das Schuleintrittsalter empfohlen. Also folglich kurz vor oder eben nach der Einschulung.

Gerade im Vorschulalter fällt es vielen Kindern generell noch schwer, Noten zu lesen, da bei vielen das abstrakte Denken eben noch nicht so stark ausgeprägt ist, wie bei den Erwachsenen. Außerdem können Kinder, die einen zu frühen Einstieg in die Musik hatten, später nicht unbedingt deutlich besser spielen. Allerdings können sie dieses wiederum mit einer größeren Leichtigkeit gegenüber den Altersgenossen, die erst später einsteigen. Allerdings ist die Lernkurve immer auch eine individuelle Entwicklungs-Sache. Wenn du als Erwachsener noch den Einstieg noch wagen möchtest, dann solltest du sich trauen.

Welche weitere Funktionen können Keyboards besitzen?

Die Klangfarbe bezeichnet den unterschiedlichen Klang, der zur Auswahl steht. Neben Orgel-, Klavier-und Pianoimitationen bieten die Keyboards bestimmte Klänge, die sehr realistisch Instrumente, wie zum Beispiel Blasinstrumente, Chöre, Streicher, Gitarren und diverse Schlaginstrumente imitieren.

Keyboards für Einsteiger

Diese Keyboards verfügen über bestimmte Funktionen wie zum Beispiel diverse Sounds und Begleitrhythmen. Ebenso sind auch Songs im Keyboard abgespeichert. Allerdings können diese nicht bearbeitet werden. Bei der Hardware-Ausstattung beschränkt sich das Keyboard auf das wesentliche wie beispielsweise die 61 oder 76 Standard-Tasten, eingebaute Lautsprecher oder auch Notenhalter. In der Regel erfolgt die Verbindung zu einer Verstärkeranlage mit einem passenden Kabel über den Kopfhörer-Ausgang.

Mittelklasse-Keyboards

Die Keyboards sind in der Regel vielseitiger in ihrer Ausstattung und orientieren sich daher an der Oberklasse. Hierbei besteht die Möglichkeit, mit entsprechenden Speichermedien wie SD-Cards, USB-Sticks oder auch externen USB-Festplatten in Dateien wie Wave, MP3, Midifiles, Sounds, Registrationen und viele weitere abzuspeichern. Auch lassen sich Songs bearbeiten sowie abspeichern, eigene Stücke und Sounds erstellen oder miteinander zwei Klänge mischen. Ebenso auch die Möglichkeit, eigene Begleitrhythmen zu über das Keyboard zu erstellen.

Durch ein großes Display sind diese Instrumente auch in der Lage, auf Midifiles entsprechend hinterlegte Texte zuzugreifen und diese ebenfalls im Display anzuzeigen. Das betrifft auch die Darstellung von einzelnen Noten. Das Signal selbst wird über zwei Line-Out Klinken-Buchsen an die Verstärkeranlage oder das Mischpult weitergeleitet. Vereinzelte Modelle verfügen über einen Videoausgang, der wiederum als RGB oder Composite ausgelegt ist, um den gesamten Bildschirminhalt über externe Monitore darzustellen.

Entertainer-Keyboards

Entertainer Keyboards verfügen über integrierte Festplatten, auf der Daten wie Midifiles, Sounds, Registrationen, Styles, WAV, Samples und MP3 abgespeichert werden können. Bei vereinzelten Geräten ist es daher schon möglich, entsprechende WAV Dateien und MP3 Dateien über ein Keyboard abspielen zu lassen. Außerdem verfügen diese Keyboards über einen separaten Mikrofoneingang. Dabei kann das Mikrofon-Signal kann mit einem internen Effekt wie Delay und Hall versehen werden. Der eingebaute Vocal kann dabei zum Leadgesang mit einer Mehrstimmigkeit erzeugen, was wiederum dem Entertainer eine große Möglichkeit bietet, seinen Gesang entsprechend aufzuwerten. Diese Signale können auch über ganz individuelle Ausgänge zu einem Mischpult oder in die entsprechende Verstärkeranlage geleitet werden.

Auch hierbei besteht die besondere Möglichkeit, Noten und Texte im Display anzeigen zu lassen. Bestimmte Funktionen wie zum Beispiel „Songbook“ oder „Registration“ erleichtern dabei den schnellen Zugriff auf gespeicherte Verknüpfungen von Styles und Sounds. Ebenso ist es bei diesen Instrumenten auch möglich, Midifiles zu erstellen sowie zu bearbeiten. In der entsprechenden Oberklasse können drei oder mehr Klänge vermischt, übereinandergelegt und auf der Tastatur aufgeteilt werden. Es gibt ebenso eine Auswahl an Keyboards mit jeweils 61 oder 76 Tasten, die wiederum über eine Anschlagdynamik sowie einen Aftertouch verfügen. Bei Keyboards in dieser Klasse erhältst du eine hohe Zahl an sehr realistischen Sounds und eine Bedienung über ein Farbdisplay und sogar einem farbigen Touch-Screen-Display.

Rhythmuspattern

Nahezu fast jedes Keyboard verfügt über eine entsprechende Rhythmuspattern, deren Geschwindigkeit sich individuell einstellen lässt. Somit hörst du den Rhythmus eines Schlagzeugs, zu dem du deine Melodie spielen kannst. Oftmals stehen neben einem Genres Pop und Rock auch lateinamerikanische Taktvorgaben und Rhythmen zur Wahl.

Begleitfunktion

Bei der Verwendung einer Begleitfunktion spielt das Keyboard vollautomatisch einen Rhythmus sowie auch andere Stimmen, wie zum Beispiel einen Bass. Dabei richtet sich jedoch die Automatik nach den von dir gespielten Akkorden, sondern die Art des Rhythmen, die von dir festgelegt wurden. Während dieser Begleitfunktion in einer mittleren Preisklasse oftmals nur einen Takt wiederholt wird und diesen erst dann wechselt, wenn du einen anderen Akkord anschlägst, bieten teure Modelle mehr Variationen in einem Begleitspiel. Somit ermöglicht die Begleitfunktion eine komplette Band, die dein Keyboard Spiel begleitet. Vor allem Einzelmusiker oder Alleinunterhalter auf Festen sowie Hochzeiten nutzen Keyboards mit dieser entsprechenden Funktion. Der besonders große Vorteil dieser bestimmten Funktion besteht darin, dass diese in Echtzeit funktionieren.

Metronom

Wenn du eine Metronom-Funktion verwendest, hörst du ein gleichmäßiges Klicken, das dir den Takt vorgibt. Folglich hilft das Metronom, ein gleichmäßiges Tempo zu spielen.

Pitch Bend

Eine Bedienung von dieser Funktion erfolgt über ein entsprechendes Rad, das sich in der Regel auf der linken Seite neben der vorhandenen Klaviatur befindet. Wenn du eine Taste anschlägst und dabei hältst, veränderst du durch das Drehen des Rads nach unten oder oben entsprechend die gewünschte Tonhöhe. Dadurch verleihst du deinem Spiel deutlich mehr Lebendigkeit.

Arpeggio-Funktion

Du hältst eine Taste durchgehend gedrückt und das Keyboard spielt dabei vollautomatisch ein Arpeggio. Meistens stehen dafür zahlreiche Arten zur Auswahl. Außerdem erklingen bei einem Arpeggio unterschiedlich harmonische Töne sehr schnell hintereinander. Somit hat ein Arpeggio eine Ähnlichkeit mit einer Harfe.

Effekte

Die Effekte geben dir die Möglichkeit, gespielte Klänge und Melodien zu verändern. Zu den gewohnten Effekten gehören zum Beispiel der Hall und das Echo. Bei der Verwendung von einem Hall ermöglicht das Keyboard einen raumähnlichen Eindruck, so dass deine Musik danach klingt, als würdest du in einem großen Raum spielen. Dabei wiederholt der Echo-Effekt die gespielten Sounds.

Glide

Bei der Verwendung von der Glide-Funktion verbindet das Tasteninstrument zwei Noten, die nacheinander gespielte werden. Durch diese Funktion entsteht ein gleitender Übergang zwischen zwei Tönen.

Aufnahme-Funktion

Mit einer Aufnahme-Funktion nimmst du eingespielte Stücke auf und hörst dir diese zu einem späteren Zeitpunkt erneut wieder an. Diese Funktion hängt wiederum eng mit einem Speicher zusammen. Dabei haben einige Modelle eine Erweiterung der Speicherkapazität.

MIDI

Du wirst dich sicher schon mal gefragt haben, was es denn mit der Bezeichnung MIDI auf sich hat. MIDI hat die Fähigkeit, verschiedene Geräte miteinander zu verbinden und MIDI vermittelt zudem den Geräten eine verständliche Information von Daten. Die Bezeichnung MIDI steht für „Musical Instrument Digital Interface“. Das heißt übersetzt „Digitale Schnittstelle für Musikinstrumente“. Schnittstellen kennst du normalerweise aus dem Computerbereich. So funktioniert MIDI entsprechend auch. In den 80er Jahren einigten sich viele führende Instrumentenhersteller der „International MIDI Association“ darauf, Geräte von verschiedenen Herstellern miteinander zu koppeln sowie über einen Computer anzusteuern. Das war allerdings auch sehr dringend nötig, denn zu dieser Zeit wurden viele Keyboards nicht nur digital, sondern hatten die PC´s einen Boom und die erste Software für Musik kam auf den Markt.

Dabei setzt der MIDI-Standard voraus, dass die MIDI-fähigen Geräte einen entsprechend genormten Anschluss besitzen sowie einen gemeinsamen Weg für eine Datenverarbeitung beschreiten, der entsprechend im MIDI-Protokoll festgelegt ist. Damit hat man sie Anschlussmöglichkeit durch MIDI-Anschlussbuchsen geschaffen, die wiederum den bekannten 5-poligen Stereo-DIN-Buchsen nach einer bestimmten Vorgabe entsprechen, jedoch anders geschaltet sind. Für gewöhnlich findet man drei Buchsen an den Geräten:

  • MIDI-In: Bei diesem Anschluss empfängt das Instrument gewünschte Daten.
  • MIDI-Out: Mit diesem Anschluss wird gewährleistet, gewünschte Daten zu senden.
  • MIDI-THRU: Bei diesem Anschluss werden direkt am Eingang anliegende Daten nur „durchgeschleift“. Das bedeutet, dass man keine zusätzlichen Geräte anschließen kann, wenn man diese mit den identischen Daten füttern möchte.

Wie kann ein MIDI-Instrument mit dem Computer verbunden werden?

Um MIDI-Instrumente wiederum mit einem Computer anzusteuern, musst du den PC noch mit einem gesonderten Verbindungsglied, dem sogenannten MIDI Interface, entsprechend ausrüsten. Alte Atari Computer hatten dieses Interface ebenfalls schon eingebaut. Ebenso haben moderne Soundkarten heutzutage alle eine MIDI-Schnittstelle. Ganz spezielle MIDI-Interfaces enthalten zudem meistens mehrere MIDI-Outs und MIDI-Thru, so dass du damit die Signale sehr gut auf die Instrumente verteilen kannst.

Wenn dir das bei einem entsprechend großem Gerätepark eben nicht ausreicht, kannst du dir eine MIDI-Patchbay zulegen. Das ist ein elektronischer Verteiler mit zahlreichen Ein- und Ausgängen sowie entsprechenden elektronischen Umschaltern. Dieser Patchbay ermöglicht wiederum das Zusammenschalten von verschiedenen Gerätekonfigurationen und das ohne die vorhandenen Kabel ständig umgesteckt werden müssen.

Die Verkabelung von den MIDI-Instrumenten erfolgt mit einem MIDI-Kabel, die nach einer entsprechenden MIDI-Norm beschaffen sowie verschaltet sind. Es gilt daher immer die Steckrichtung von OUT nach IN, von IN nach OUT und von THRU nach IN. IN der Not lassen sich auch die 5-adrigen Kabel von der deutschen Stereo Norm einsetzen. Grundsätzlich solltest du die MIDI-Kabel nur bei entsprechend ausgeschalteten Geräten stecken. Sonst könnte möglicher Weise ein Kurzschluss entstehen und somit die gesamte Anlage beschädigen. Generell muss die Gesamtverkabelung einer MIDI-Anlage sehr gut überlegt sein, denn eine Datenübertragung hat eigene Grenzen.

Eine MIDI-Schnittstelle ist daher eine reine serielle Schnittstelle. PC-Kenner wissen, dass dieses für einen Datenfluss nicht sonderlich günstig ist. Sehr schnelle PC´s zeichnen sich vor allem durch parallele Datenübermittlung aus, wie zum Beispiel an den Drucker oder einer Floppy. Eine serielle Schnittstelle ist, im Vergleich zum Straßenverkehr, die schmale Landstraße und die parallele Schnittstelle eine achtspurige Autobahn. Daten in einem MIDI-Verbund werden daher der Reihe nach rüber gereicht. Moderne PC´s verfügen mittlerweile nur noch über sogenannte USB-Schnittstellen, die wiederum für eine MIDI-Datenübertragung verwendet werden, damit ein MIDI-fähiges Instrument mit einem entsprechenden Musikprogramm zusammen arbeiten kann. Die Verbindung hierbei erfolgt über ein sogenanntes USB-MIDI Interfaces.

M-Audio USB Uno

MIDI-Instrumente übergeben die Daten, genau wie ein PC, in einem binären Code, der wiederum über ein Kabel in Form von den Spannungszuständen gelangt. Binär heißt in dem Fall, dass es hierbei nur die zwei Zustände An/Aus oder 0/1 gibt. Jeder Zustand wird nach der Reihe gesendet und hat dabei die Bezeichnung „Bit“. Dabei hat das Bit bei einem ausgehenden Signal den höchsten Spannungszustand, der wiederum +5 Volt entspricht. Hingegen hat das Bit 1 hingegen den Niedrigpegel von 0 Volt. Bei einem Empfangsgerät werden die Bits, die ankommen, zu einer Einheit zusammengefasst. Dabei ergeben acht Bits ergeben jeweils einen Byte. Ein Byte ermöglicht wiederum die Übertragung von jeweils 256 An/Aus oder rauch 0/1 Kombinationen.

Das aus jeweils acht Bits gebildete Byte stellt für einen MIDI- Empfänger ein bestimmtes Datenwort dar. Damit dieser auch weiß, wann dieses entsprechende Wort anfängt und auch endet, fügt der Sender dem bestimmten Datenwort noch ein Start-Bit sowie ein Stop-Bit am Anfang und auch am Ende bei. Damit enthält ein MIDI-Datenwort zwar 10 Bits, dennoch nennt man es vereinfachend Byte. Nun kannst du dir vorstellen, dass schon bei einem angeschlagenen Ton viele Bits übertragen werden. Ebenso der Anschlag des Tones ist schon eine Dateninformation und heißt dabei „Note on“. Lässt man den wieder Ton los, ist der Befehl „Note off“.

Die MIDI-Norm hat die Geschwindigkeit und Übertragungszeit festgelegt. Für eine Übertragung von 31250 Bits ist genau eine Sekunde vorgesehen. Diese Übertragungszeit für ein Bit beträgt in der Regel umgerechnet 32 Mikrosekunden. Für ein Datenwort mit 10 Bits wird daher eine Übertragungszeit von genau 320 Mikrosekunden benötigt. PC´s wären daher in der Lage, ganze Bytes mit einer viel höheren Übertragungsrate zu empfangen und zu senden.

Aber selbst wenn man die MIDI-Anlage mit einem PC verbindet, hat das entsprechende Interface die Aufgabe, einen parallelen Datenstrom in einen seriellen Datenstrom umzuformen. Somit wird nun jeder verstehen, warum eine MIDI-Schnittstelle daher langsam ist und auch in keiner Weise perfekt erscheint. Bei sehr großen MIDI-Anlagen und einer umfassenden Verkabelung über die THRU-Buchsen ist dieses sogar hörbar. Die Laufzeiten von den einzelnen Komponenten können variieren und es bilden sich entsprechende Verzögerungen. Dabei sollten die Kabel nicht zu lang sein.

Welche Vorteile hat MIDI noch?

Trotz der bezeichneten Schwachstellen hat MIDI weitere Vorteile. So kannst du mit einem Masterkeyboard nicht nur weitere Komponenten entsprechend ansteuern, sondern ebenfalls auch spezielle Klangeigenschaften durch MIDI übermitteln, wie zum Beispiel die Anschlagstärke eines Tones, Delays, den Effektanteil des Halls oder auch die Kanalverteilung in einem Panorama Bild und viele weitere Möglichkeiten.

Die Keyboards aus den verschiedenen Generationen sind oftmals sehr unterschiedlich ausgerüstet und bleiben daher sehr oft hinter den vielen MIDI- Möglichkeiten zurück. MIDI ist zum Beispiel auch in der Lage, mit einem achtstimmigen Expander auch acht verschiedene Sounds gleichzeitig anzusteuern. Ein aktueller Expander ist auch in der Lage auf 16 kompletten Midikanälen entsprechende Daten zu empfangen und somit auch 16 Instrumente gleichzeitig wiederzugeben. Dieses lässt viele umfangreiche Arrangements für den Musiker oder Produzenten zu.

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