Kontrabass Vergleich: Die besten Kontrabässe im Test

Der Kontrabass ist ein Musikinstrument, das zur Familie der Streichinstrumente gehört. Unter Musikkennern auch Bassgeige genannt, ist das Instrument etwa 1,80 m hoch und hat vier Saiten, die wiederum im Quartabstand gestimmt sind. Die Saiten wurden ursprünglich aus reinen Tierdärmen hergestellt. In der heutigen Zeit verwendet man hingegen Kunststoff und Stahl oder verbindet diese Materialien miteinander. Nach dem Oktobass ist der Kontrabass das tiefste Instrument in der Streicher-Familie und wird vor allem im klassischen Orchester sowie auch in einer Jazz-Big-Band eingesetzt. Wird der Kontrabass in der klassischen Musik in der Regel mit dem Bogen gestrichen, verhält es sich in einer Jazz-Band oder beim Rock´n Roll anders. Hierbei werden die Saiten meistens gezupft.

Inhaltsverzeichnis

Einen Kontrabass kaufen – Worauf muss man achten?

Oftmals stellen sich viele Bassisten dem Reiz, ihre jahrelange Erfahrung in das Spielen mit einem Kontrabass einzubringen. Obwohl dieser nur einen gewissen Stil abbildet, könnte die Motivation hierfür sein, könnte sein, sich schlichtweg breiter in der Instrumentenauswahl aufzustellen, um möglicherweise die Job-Chancen als Berufsmusiker für beispielsweise eine Band am Markt zu verbessern. Ist die Entscheidung letztlich für die Anschaffung der Bassgeige gefallen, stehen grundsätzlich einige offene Fragen im Raum. Welcher Kontrabass passt am besten zu dir und worauf musst du beim Kauf achten?

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Kontrabass braune Lackierung 3/4 Größe halbmassiv, Violinenform
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Kontrabass 4/4 Größe Vollmassiv mit Tasche
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1.699,00 EUR
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Ein großer Unterschied im Gegensatz zum Kauf eines E-Basses liegt vor allem darin, dass man bei einem Kontrabass nicht pauschal sagen kann welche Marke zu einem am besten passt. Das liegt in der Regel daran, dass viele Kontrabässe nicht von bekannten Marken wie zum Beispiel Fender, Yamaha oder Ibanez gebaut werden. Diese Art von Instrumenten wird eher von kleineren Instrumenten-Werkstätten oder einzelnen Kontrabassbauern hergestellt. Außerdem spielt darüber hinaus das Setup bei einem Kontrabass immer eine sehr wichtige Rolle. Von daher kann es durchaus vorkommen, dass ein Kontrabass für 1.500 Euro deutlich besser klingt, als vielleicht ein eher schlecht eingerichtetes Instrument, dass das doppelte Geld kostet.

Worauf sollte man im Detail beim Kauf von einem Kontrabass achten?

Zunächst unterschiedet man beim Kauf grundsätzlich zwischen einem Vollholz- oder auch Massivholzbass und einem Sperrholz-Bass. Bei einem Vollholz-Bass besteht die Decke des Instruments aus massiver Fichte. Zargen und Boden werden in der Regel aus Ahorn gefertigt. Bei einem Sperrholz-Bass wird für diese Teile wiederum Holz verwendet, das aus vielen dünnen Schichten besteht. Diese können in sich aus verschiedenen Holzarten stammen und werden vom Instrumentenhersteller hinsichtlich des vorhandenen Faserverlaufs für eine bessere Haltbarkeit in einem 90 Grad Winkel zusammengeleimt. Ebenfalls wird aus optischen Gründen für die Oberfläche der Decke sehr häufig eine Schicht aus Fichte verwendet. Für die Prüfung, ob eine Decke auch massiv ist, schaust du dir am besten die Kanten der vorhandenen Decke an.

Preislich liegen ordentliche Sperrholz-Bässe zwischen 1.200 und 2.200 Euro. Bei einem Vollholz-Bass solltest du einen Preis ab 2.500 Euro und mehr einplanen. Es gibt jedoch noch eine sogenannte Zwischenkategorie. Dieses sind halbmassive Bässe, die auch als Hybride oder teilmassive Bässe bezeichnet werden. Diese Kontrabässe besitzen eine sehr massive Decke. Boden und Zargen bestehen jedoch nur aus einem Sperrholz. Die recht massive Decke rückt dabei das Instrument vom Klang her in die Nähe eines entsprechenden Vollholzbasses. Dieses ist allerdings zu einem deutlich günstigeren Preis erhältlich und somit auch für Einsteiger immer noch erschwinglich.

Unterschiede zwischen dem Vollholz- und Sperrholz-Bass

Ein Vollholz-Bass besitzt deutlich bessere Schwingeigenschaften als ein Sperrholz-Bass. Aus diesem Grund klingen Vollholz-Bässe meistens lauter und der Klang ist ebenfalls edler und mit feinen Höhen und mehr Tiefenbass versehen. Dagegen haben Sperrholz-Bässe in der Regel meistens einen mittleren Klangcharakter, was jedoch nicht nachteilig ist, sofern der Klang authentisch bleibt. Allerdings bringt Sperrholz auch richtige Vorteile mit sich. Denn von der Konstruktion her ist ein Sperrholz-Bass deutlich unempfindlicher und stabiler. Weiterhin kann der Sperrholz-Sound durch einen Verstärker und Pickup eine äußerst gute Durchsetzungskraft erreichen und möglicherweise sogar unempfindlicher gegen bestimmte Rückkopplungen sein.

Auf Basis dieser Vorteile gibt es vereinzelte Hersteller, die sich auf hochwertige sowie qualitative Sperrholzinstrumente spezialisiert haben. Bestimmte Kontrabässe in dieser Art kosten zwischen 2.000 bis 3.000 Euro. Daher solltest du dir beim Kauf gut überlegen, ob es wirklich ein günstiger Kontrabass sein soll. Beide Holzarten lassen sich am besten bei einem Test ausprobieren, um für sich selbst einen guten Vergleich zu erhalten. Weitere Tipps kann auch eine Kaufempfehlung oder Kundenrezension sein. Dennoch gibt es weitere Kriterien, auf die du achten solltest.

Welche Größe sollte ein Kontrabass haben?

Bei einem Vergleich wird man schnell auf Bezeichnungen wie zum Beispiel „3/4 “ oder auch „4/4“ stoßen. Diese Bezeichnungen geben Anhaltspunkte zu der Größe des Basses an, sind jedoch nicht offiziell vorgegeben. Beispielsweise ist ein ¾-Kontrabass in der Regel knapp 185 cm hoch sowie an der breitesten Stelle des Korpus etwa 65 cm breit. Knapp 90 Prozent aller Spieler von einem Kontrabass im Bereich von Folk-, Jazz- oder Pop-Bands spielen mit einem ¾-Kontrabass. In einem Sinfonieorchester hingegen verhält sich dieses ganz anders. Denn hier spielen sehr viele Bassisten die großen 4/4-Bässe, die entsprechend mehr Tiefbass sowie mehr Volumen produzieren und bedingt durch ihre Größe deutlich umständlicher zu transportieren sind. Ebenso sind im Orchester sehr häufig Bässe mit fünf Saiten im Einsatz, die auf Grund der tiefen H-Saite in der Regel eine 4/4-Größe aufweisen. Ein 7/8-Bass ist eine Zwischengröße und liegt zwischen 3/4 und 4/4. Weiterhin gibt es noch die Größen wie beispielsweise ein ¼- oder ½-Kontrabass. Diese Instrumentengrößen werden meistens für Kinder und Jugendliche, damit auch diese mit der Größe zurechtkommen.

Schwingende Saitenlänge

Was man bei einem E-Bass „Mensur“ nennt, wird in der Szene von Kontrabass-Musikern meistens auch „schwingende Saitenlänge“ genannt. Sehr häufig fallen auch die Begriffe „Eb-Mensur“ oder „D-Mensur“. Durch das Nichtvorhandensein von den Bünden sowie andere mögliche Markierungen muss man sich auf dem Instrument anders orientieren. Eine sehr wichtige Orientierungshilfe bietet in der Regel der Übergang vom Hals bis zum Halsfuß, die sich auf der Halsrückseite befinden. Kommt der Daumen von der linken Hand genau in diesem Winkel an, greift der gegenüberliegende Zeigefinger auf dem Griffhals die G-Saite ganz automatisch ein „D“ oder „Eb“. Folglich handelt es sich um einen Kontrabass mit einer D- bzw. Eb-Mensur.

Hierzulande trifft man meistens auf sogenannte D-Mensuren. Vom Klang her spricht jedoch nichts dagegen, sich auch einen Bass mit einer Eb-Mensur zu kaufen. Jedoch als Besitzer von so einem Bass wird es sich zunächst ungewohnt anfühlen, wenn man auch auf einem fremden Bass mit einer D-Mensur spielt. Eventuell kann man dann nicht mehr das einst erlernte Fingersatzkonzept komplett übernehmen. Ebenso sind Kontra-Bässe mit einer Eb-Mensur deutlich schwieriger zu verkaufen, wenn man sich nach einigen Jahren eventuell verändern möchte.

Bei den Saitenlängen sind etwa 102 bis 108 Zentimeter die Regel. Ist jedoch die schwingende Saitenlänge deutlich größer als 108 cm, wird es für die Greifhand recht ungemütlich. Ist die Saitenläng kleiner als 102 cm, besitzen wiederum die Saiten auch eine deutlich geringere Spannung, was wiederum unter Umständen auch negative Klangauswirkungen haben kann.

Sollte man einen Kontrabass gebraucht oder neu kaufen?

Kontrabässe, die aus einem qualitativen Material gefertigt wurden, werden vor allem mit dem Lauf der Zeit immer besser. Vor allem dann, wenn die Instrumente sehr häufig gespielt werden. Kontrabässe, die allerdings eher aus minderwertigen Bestandsteilen bestehen, verursachen dagegen nach vielen Monaten oder auch Jahren immer mehr Probleme mit den Tönen. Aus diesem Grund können diese Instrumente in gewissen Lagen zu schnarren beginnen. Bei einem sehr gebrauchten und damit auch eingespielten Instrument kannst du daher davon ausgehen, dass es viele Phasen von möglichen „Kinderkrankheiten“ bereits überstanden hat. Andererseits hat man mit einem neuen Instrument wiederum den Vorteil einer Garantie. Auch bei diesem Kriterium kann ein Vergleich unterschiedlicher Kontrabässe sehr hilfreich sein, wenn du planst, einen Kontrabass zu kaufen. Hierbei kann auch ein Testbericht sehr viel weiterhelfen.

Wo findet man eine passende Auswahl an Kontrabässen?

Es gibt Instrumentenbauer und Händler, die sich ausschließlich auf Kontrabässe konzentrieren. Sehr häufig werden auch Instrumente für Einsteiger angeboten. Ebenso kann auch eine Suche im Internet von sehr großem Vorteil sein. Hierbei finden sich passende Online-Shops sowie auch stationäre Fachhändler, die es ermöglichen, mit entsprechenden Empfehlungen oder einer intensiven Beratung verschiedene Instrumente einem Test zu unterziehen. Dazu sollte man die Händler oder Kontrabass-Bauer vorab kontaktieren und abklären, ob dieser entsprechende Instrumente für einen Vergleich in individuellen Preiskategorien vorrätig hat.

Bekannte Kontrabass-Hersteller sind unter anderem GEBA Bassbauer, Poellmann Contrabass Kontrabass Bauer Frick sowie Kontrabass Atelier Frankfurt. Auf Amazon werden ebenfalls viele Kontrabässe angeboten. Einige Händler bieten mittlerweile auch die Möglichkeit an, sich auf eine bestimmte Zeit einen Kontrabass zu mieten. So fällt der Entschluss in Form von einem Test deutlich leichter, da du dieses Instrument zu Hause in aller Ruhe vergleichen und bewerten kannst. Vor dem Kauf solltest du dir, sofern möglich, einen erfahrenen Musik- oder Bandkollegen mit hinzuziehen. Im Idealfall kommt dieser zu einer Besichtigung mit. Vier Augen sehen und bewerten meistens mehr, so dass ein Fehlkauf von Anfang an vermieden werden kann.

Worauf sollte man beim Spielen eines Kontrabasses achten?

Grundsätzlich sind der Klang und Sound die wichtigsten Punkte. Allerdings ist der Sound eines Kontrabasses auch immer abhängig davon, wie das Instrument eingerichtet ist. Dazu zählen zum Beispiel die Saitenlage, Griffbrett-Oberfläche, die Position des Stimmstocks, die Hohlkehle sowie die Qualität und Beschaffenheit des Steges. All diese Faktoren bestimmen die Klangqualität. Zusätzlich ist auch die Wahl der Strings für den Klang ein sehr wichtiger Faktor.

Worauf kommt es bei den Kontrabass-Saiten an?

  • Stahlsaiten: Diese Saiten dienen vor allem für das Pizzicato-Spiel. Ein Klassiker ist hierbei der Spirocore-Satz von Thomastik. Sehr Charakteristisch für diese Saiten sind insbesondere ein langes Sustain sowie ein klarer Ton, der insbesondere in den hohen Lagen sehr häufig die singende Qualität von einem Fretless-E-Bass aufweist.
  • Streichsaiten: Diese Art der Saiten ist für das Spiel mit einem Bogen geeignet. Gezupft klingen diese etwas dumpf mit eher weniger Sustain.
  • Darmsaiten: Diese Saitenart besitzen in der Regel ein etwas dumpferes sowie weicheres Timbre und etwas weniger Sustain. Ob bei Rockabilly-Slappern oder Oldschool-Jazzern finden diese Saiten bei bestimmten Fans ihre absolute Beliebtheit. Im Übrigen werden auch für Barock-Musik entsprechende Darmsaiten verwendet, die hierbei allerdings mit dem Bogen gespielt werden.

Weiterhin gibt es weitere Zwischenstufen in diesen Hauptkategorien. Vor allem erfahrene Bassisten, die mit vielen verschiedenen Eigenschaften unterschiedlicher Saiten vertraut sind, können hierbei abstrahieren sowie im Sound bestimmte Merkmale beurteilen:

  1. Klingt ein Bass auch gesund: Hierbei ist vor allem die Grundlautstärke gemeint sowie auch die Frage, ob nichts scheppert oder klappert.
  2. Klingt der Kontrabass in allen Lagen gleich oder fallen einige Bereiche dabei ab? Das ist ein Punkt, der oftmals sehr wichtig ist. Weitere Kriterien für einen optimalen Basssound sollten vor allem auch dem eigenen sowie persönlichen Geschmack entsprechen.
  3. Ist der Klang eher klar oder dunkel?
  4. Klingt der Kontrabass weich oder growlig?
  5. Wie verhalten sich Sustain und Punch / Attack?
  6. Klingt der Ton des Kontrabasses eher fokussiert mit einer passenden Projektion oder eher in die breite Richtung sowie etwas verschwommen?

Wie gut ist die Bespielbarkeit des Kontrabasses?

Ein weiterer wichtiger Punkt ist natürlich die Bespielbarkeit eines Kontrabasses. Dieser Punkt ist äußerst wichtig, denn auch hierbei ist das Setup dieses Instruments entscheidende Auswirkungen haben. Der Hauptparameter ist hierbei die Saitenlage. Denn eine tiefe Saitenlage macht den Kontrabass zwar leichter zu spielen, dennoch macht die Lage dem Bass gleichzeitig leiser sowie anfälliger für mögliche schnarrende Töne. Daher muss fast jeder Bassist über die Jahre für sich selbst herausfinden, welche passende Saitenlage die richtige ist. Einige Kontrabässe sind mit einem variablen Steg ausgerüstet, was wiederum das Einstellen der gewünschten Saitenlage auf die persönlichen Bedürfnisse leicht macht.

Bei Kontrabässen ohne Stellschrauben an dem Steg kann ein Instrumenten-Fachmann mit Spezialfeilen den vorhandenen Steg bearbeiten sowie die Saitenlage auch tiefer einstellen. Die Saitenlage wiederum höher zu bekommen ist dabei schon deutlich aufwendiger. Unter gewissen Umständen muss in solchen Situationen ein komplett neuer Steg her. Unabhängig von der Saitenlage spielt ebenso auch die Form sowie die Dicke des Halses für eine gute Bespielbarkeit eine besondere Rolle, sowie auch für die Beschaffenheit des Halses und des Korpus-Übergangs. Eine gute Bespielbarkeit bis in sehr hohe Lagen ist oftmals ein Garant für eine jahrelange Freude am Instrument.

Die Optik vom Kontrabass

Wer einen Bass im Test hat, der sollte das Instrument auch einem optischen Vergleich unterziehen. Hierbei geht es jedoch nicht nur um bestimmte Vorlieben, wie zum Beispiel die Form des Instruments oder die Farbe des Lacks, sondern auch um den allgemeinen Zustand. Gewisse Altersspuren besitzen die Optik einer Patina und gehören auch entsprechend dazu. Ebenso wir abgeplatzte Ecken oder auffällige Stoßmacken. Diese weisen leider auf eine unsachgemäße Behandlung des Instruments hin und mahnt jeden Kontrabass-Besitzer zu Vorsicht im Umgang mit dem Instrument.

Ältere Kontrabässe besitzen sehr oft sichtbare Risse. Diese sind jedoch völlig normal, denn das Holz arbeitet über viele Jahrzehnte und so entstehen auf diese Art und Weise gewisse Spannungen, die wiederum zu einem Riss führen. Diese Art von Rissen können jedoch für gewöhnlich repariert werden. Daher sollte man bei Rissen sehr genau darauf achten, ob diese entsprechend fachmännisch repariert worden sind. Sofern der Verkäufer oder Berater ein Fachmann ist, wird dieser sicherlich eine Auskunft zu den Rissen sowie reparierten Brüchen, wie zum Beispiel ein Halsbruch, geben können. Diese könnte bei einem Privatverkäufer durchaus schwieriger werden.

Ein sehr alter Kontrabass, der optisch schon viel in seinem Instrumentenleben erlebt hat, sollte vor einem Kauf unbedingt einem Bassbauer vorgeführt werden, damit dieser die Qualität und Ausführung von Reparaturen beurteilen kann. Weiterhin kann er mögliche und weitere „unsichtbare“ Probleme feststellen. Ein gutes Beispiel in solchen Fällen ist beispielswiese der klassische Holzwurmbefall. Dieser kann an fast allen Stellen des Basses vorkommen und somit auch die Stabilität des Holzes stak negativ beeinflussen. Ein Bassbauer wird die Kosten einer Reparatur schätzen können, um in etwa festzustellen, ob ein angesetzter Verkaufspreis auch angemessen ist.

Vorsicht vor falschen Verkaufs-Informationen

Vor allem bei alten Kontrabässen sollte man besonders vorsichtig sein, wenn in privaten Kleinanzeigen von Erbstücken oder einem Dachbodenfund die Rede ist. Dadurch wird man schnell in den Irrglauben versetzt, dass es sich um ein sehr altes Instrument handelt, was sich jedoch in Wirklichkeit als defektes oder stark heruntergekommenes Instrument handelt. Gleiches gilt ebenso für Instrumente, die auf „alt“ getrimmt wurden. In Wirklichkeit geht es hierbei um ganz neue Fabrik-Instrumente, die jedoch, wie zum Beispiel beim „Aging“ von E-Bässen, auf sehr alt getrimmt wurden.

Diese künstliche Alterung erkennst du jedoch schnell an der modernen Mechanik sowie an der Verarbeitung, wie beispielsweise die Befestigung mit Kreuzschlitzschrauben. Auch wenn das Spielen und der Ton eines Kontrabasses in dieser Form komplett überzeugen, solltest du stets vorsichtig sein.

Worauf ist bei günstigen Kontrabässen zu achten?

Viele Angebote scheinen sehr verlockend zu sein. Gerade im Internet sind Kontrabässe, wie zum Beispiel im Versandhandel, schon ab 300 Euro zu bekommen. Auch wenn du bei dem einen oder anderen Instrument durchaus Glück haben kannst, gibt es wiederum auch viele andere Argumente, die besser dafür sprechen, mit dem Kauf zu warten und lieber etwas mehr Geld noch zu sparen, um etwas Vernünftiges zu erwerben. Beim Griffbrett ist darauf zu achten, dass dieses aus Ebenholz besteht. Einige Instrumente verfügen lediglich nur über ein Weichholz-Griffbrett, das schwarz gefärbt wurde.

Die Folge davon ist, dass die Saiten mit der Zeit gewisse Kerben ins Griffbrett fressen. Diese Art der Kerben verursacht auf Dauer ein Saitenschnarren, so dass sich Griffbrett nicht mehr vernünftig abrichten lassen kann. Auch wenn in der Beschreibung grundsätzlich bestätigt wird, dass ein Griffbrett aus Ebenholz ist, steht mit ziemlicher Sicherheit fest, dass es sich dabei um ein minderwertiges Ebenholz handelt. In solchen Fällen sind die Folgen ähnlich wie bei einem Weichholz: Wenn das Instrument schnarrt, wird der Bassbauer auf Dauer große Schwierigkeiten haben, das vorhandene Griffbrett wieder optimal abzurichten, um das Problem letztlich zu lösen. Dann gibt es oftmals nur die Lösung dass ein neues Griffbrett her muss. Dabei solltest Du wissen, dass die Kosten für ein neues Griffbrett deutlich höher liegen, als ein Anschaffungspreis für einen neuen Kontrabass.

Ebenso wichtig ist die Verarbeitung der Decke. Denn auch bei Sperrholz ist es sehr wichtig, dass die genutzten Hölzer von sehr guter Qualität sind und eine bestimmte Zeit abgelagert wurden. Bei schlechter Qualität kann nach einer gewissen Zeit die Decke unter dem anhaltenden Druck des Steges einsinken. Das Ergebnis ist keine vorhandene Power mehr in den tiefen Lagen sowie eine scharrende E-Saite. Gleiches trifft auch auf die Hardware zu. Auch hierbei versuchen viele Hersteller zu sparen. Ein günstiger Stachel scheppert sehr gerne mal und lässt sich oftmals nicht ordentlich festschrauben. Hierbei hilft nur der Austausch.

Das betrifft auch den Steg, Saiten, die Mechaniken und vieles mehr, was nach und nach sehr teuer werden kann. Die Menge von Problemen, die es bei Billig-Instrumenten gibt, lässt sich noch fortlaufend weiter führen. So werden zum Teil einige Instrumente mit einem Weißleim anstatt mit einem Heißleim zusammengebaut. Allerdings ist dieses in Fachkreisen normalerweise nicht üblich, denn nur Verbindungen mit Heißleim lassen sich ohne besondere Schäden an einem Kontrabass wieder lösen, falls dieses für eine Reparatur notwendig wäre.

Der Bautypen Test von einem Kontrabass

Grundsätzlich werden Kontrabässe in drei verschiedene Bautypen unterschieden. Um zu einer finalen Entscheidung zu kommen, welcher der drei Bautypen für deine individuell klanglichen sowie spieltechnische Ansprüche geeignet sind, sollten die Vor- und Nachteile der Materialien sowie die Konstruktionen in Form von einem Vergleich näher betrachtet werden.

Der Klassiker: Vollmassive Kontrabässe

Vollmassive Kontrabässe werden komplett aus einem Massivholz hergestellt. Dabei besteht die Decke in der Regel aus massiver Fichte. Zaren und Boden werden aus Ahorn gebaut. Sowohl Sperrholz als auch Massivholz stellen in Bezug auf das klangliche Verhalten und die Stabilität zwei grundsätzlich entgegengesetzte Pole dar. Denn Massivholz kann arbeiten, sich entwickeln sowie weitgehend uneingeschränkt schwingen. Denn je länger ein Massivholzinstrument vom Musiker gespielt wird, umso besser schwingt dieses sich ein und desto schöner, wärmer und edler wird der Klang. Für einen Kontrabass bedeutet dieses wiederum, mit einer zunehmenden Schwingungsamplitude der Decke auch der typische Klangcharakter steigt. Je mehr der Kontrabass gespielt wird, desto besser entfaltet dieser auch seinen Obertonverhalten, was gerade im klassischen Orchesterbereich von einer besonderen Bedeutung ist.

Besonders große Massivholzflächen, wie du sie bei der Decke und dem Boden von Kontrabässen vorfindest, sind jedoch auch sehr feuchtigkeits-, temperatur- und erschütterungsanfällig. Das heißt wiederum im Klartext, dass diese mit Vorsicht behandelt werden müssen. Böden und Decken von Vollmassivbässen können bei einer falschen Behandlung entlang der Jahresringe des Holzes möglicherweise reißen. Für die klassische Musik in einem orchestralen Kontext kommen daher fast nur Vollmassivbässe in Frage. Denn nur diese bieten dem Bogenspieler einen unerlässlich durchdringenden Basscharakter, ein Durchsetzungsvermögen und die erforderliche Lautstärken- sowie Obertonverhalten.

Laminierte und furnierte Kontrabässe

Laminierte und furnierte Kontrabässe werden nicht nur aus Massivholz, sondern auch aus verleimten Sperrholzschichten mit einem aufgelegten Furnier gebaut. Im Vergleich zum Massivholz zeichnet sich das furnierte Sperrholz durch eine sehr hohe Stabilität sowie weitgehende Toleranz Im Gegensatz zu Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen sowie durch seine deutlich geringere Stoßempfindlichkeit aus. Diese sehr hohe Stabilität verleimter Holzformen geht jedoch zu Lasten des Klanges. Denn verleimte Holzschichten können nicht ganz so weit ausschwingen und entwickeln sich auch klanglich nur wenig.

Der Klangcharakter eines furnierten Kontrabasses wird daher immer etwas mittenreicher und damit nur weniger „bassig“ sein. Ein laminierter oder furnierter Bass ist vor allem für Rock`n’Roll, Rockabilly oder Psychobilly Kontrabassisten ideal. Gerade die Erschütterungen wie zum Beispiel durch ein Slappen oder die harte Beanspruchung auf der Bühne erfordern ein hohes Maximum an Stabilität. Der sehr geringere Basscharakter eines Furnierbasses wird im Proberaum und auf der Bühne durch gute Tonabnehmer sowie die Klangregelung an dem Bassverstärker ausgeglichen.

Halbmassive Bässe

Halbmassive Bässe bestehen aus einer massiven Fichtenholzdecke, die aus einer Verbindung mit laminierten Zargen und einem Rücken bestehen. Genau in der Mitte zwischen den massiven Holzkontrabässen und den laminierten Kontrabässen sind die Halbmassivbässe ungefähr anzusiedeln, die wiederum mit einer klanglich entwicklungsfähigen Decke, massiver sowie einem furnierten Boden und entsprechenden Zargen einen optimalen Kompromiss zwischen Stabilität und Klang darstellen. Stabilität und Transportfreundlichkeit, den Wunsch nach einem natürlichen, warmen sowie entwicklungsfähigen Bass-Sound auf der anderen, sprechen hierbei für eine gute Kompromisslösung in Form eines Halbmassivkontrabasses. Vor allem im Bereich Jazz auf mittelgroßen Bühnen lassen sich durch passende Tonabnehmersysteme, die entsprechend die Massivdecke abnehmen, sehr gute und natürliche Ergebnisse erzielen.

Form und Größe

Die Frage nach der Form und Größe des Basses ist gerade für Anfänger in der Anfangsphase eine wichtige Entscheidung. Im der Kategorie von Violinen und Celli bei sogenannten 3/4-Instrumenten handelt es sich um Kindergrößen. Bei den Bässen sind die 3/4- wie auch 4/4- Bässe klassische Erwachseneninstrumente. Ein 3/4-Bass hat eine Mensur von knapp 103 bis 107 Zentimeter. Bei 4/4 Bässe rangiert diese der Regel zwischen 108 bis 112 Zentimeter. Aus der Spielpraxis heraus bedeutet eine große Mensur, dass die Töne weiter auseinander liegen. Die Abstände der zueinander liegenden Töne sind daher größer und schwerer zu bewältigen. Für Anfänger ist daher der 3/4-Bass zu empfehlen, da dieser im Allgemeinen eine durchschnittliche Mensur genau 105 bis 107 Zentimeter aufweist. So kann ein Ganzton bequem zwischen Zeigefinger und kleinem Finger gut bewältigt werden.

Die Lautstärke und das Durchsetzungsvermögen sind bei einem 4/4 Bass aufgrund des großen Resonanzkörpers zwar überlegen, jedoch wachsen auf der Bühne im abgenommenen Zustand mit einem zunehmenden Korpusvolumen auch mögliche Rückkopplungen. In einem klassischen Orchester ist ein 4/4 Bass daher schon fast zum Standard geworden. Hierbei sollte sich der Kontrabass akustisch und ohne Tonabnahme gegen das gesamte Orchester durchsetzen. Zuletzt ist die Frage nach einer passenden Größe des Kontrabasses auch von der individuellen Körper- und Handgröße des Bass-Spielers abhängig.

Gerader oder gewölbter Boden

Mit der Frage, ob es nun ein gewölbter oder gerader Rücken sein soll, scheiden sich die Geister bei den Instrumenten. Betrachtet man das Thema physikalisch, ist der gewölbte Rücken im Vorteil, da der Korpus des Kontrabasses damit mehr Volumen erhält. So ist zu erwarten, dass ein Kontrabass mit einem gewölbten Rücken volle rund lauter klingt, als ein Bass mit einem nicht gewölbten Rücken. Auch die Praxis zeigt, dass es genügend Kontrabässe mit einem geraden Rücken gibt, die auch mittels der Lautstärke von dem Volumen her mit den gewölbten Bässen mithalten können. Der Klang eines Kontrabasses wird daher nicht nur durch den entsprechenden Rücken, sondern auch durch Faktoren wie die Dicke der Decke, die Stärke und Beschaffenheit des Bassbalkens sowie die Positionierung des Stimmstockes bestimmt.

Die Summe dieser Faktoren machen die letztlich den Klangcharakter des Basses aus. Tatsache ist auch, dass ein Vollmassivbass mit einem gewölbten Rücken deutlich mehr kostet, als ein vergleichbarer Kontrabass mit einem geraden Rücken. Während bei Halbmassiv- und Furnierbässen der gewölbte Rücken längst zum Standard gehört, ist die Herstellung von einem gewölbten Massivrücken nicht nur auf Grund der Materialkosten für das Massivholz auch in Bezug auf den Arbeitsaufwand deutlich teurer.

Die richtigen Tonabnehmer für den Kontrabass

Um mit dem Lautstärkepegel einer Band oder Orchesters mitzuhalten zu können, ist ein Tonabnehmer notwendig. Heutzutage sind Tonabnehmer- sowie Verstärkersysteme für den Kontrabass ein selbstverständliches Zubehör. Trotzdem ist die elektrische Verstärkung von einem derart komplexen und akustischen Instrumentes wie beispielsweise dem Kontrabass alles andere als einfach. Eine vollkommen natürliche Klangreproduktion ist daher immer noch recht aufwändig. Die Tonabnehmer, die man unter den Stegfuß klemmt, lassen sich relativ einfach und schnell auf dem eigenen Kontrabass ausprobieren.

Deutlich schwieriger ist dieses jedoch bei Tonabnehmern, für die ein Steg extra umgebaut, oder der Tonabnehmer an den vorhandenen Steg angepasst werden musste. Um den Bassisten dennoch einen guten Eindruck vom Klangcharakter der Pickups zu geben, werden diese grundsätzlich auf allen Bässen montiert. Mit dem richtigen Tonabnehmer, wie zum Beispiel der Fishman V-200-Pickup oder der K&K Double Big Twin, lassen sich auch gute Aufnahmen erstellen. Die Signale der Tonabnehmer gehen dabei direkt in das Mischpult ohne dass eine Klangregelung oder ein bestimmter Effekt notwendig ist. Lediglich nur der trockene Tonabnehmer-Klang wird zunächst abgenommen.

Für eine Studio-Aufnahme optimiert man den Klang weiter, in dem man die jeweiligen Eigenschaften der Tonabnehmer mit den EQ-Einstellungen anpasst. Dieses ist gerade für Studioaufnahmen besonders wichtig, um die richtige Qualität auf einer späteren digitalen Aufnahme zu erzeugen. Umgekehrt hören sich die Tonabnehmer für das Abmischen auf einer Bühne deutlich an anders an. Lautsprecher und Amp bestimmen den Sound, was auch die Raumakustik betrifft. Von daher ist es immer ratsam, den Ton von einem Musiktechniker abnehmen zu lassen.

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